Von der Pistenraupe bis zum Bananenklavier – Digitalisierung und Inklusion

Was hat eine Pistenraupe oder ein Bananenklavier mit Teilhabe durch Digitalisierung zu tun? Diese und viele weitere Fragen wurden auf der Jahrestagung der kreuznacher digitaldialoge am 25.10.2018 beantwortet.

Knapp 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer fanden sich am 25.10. in Bad Kreuznach zur zweiten Jahrestagung der kreuznacher digitaldialoge. Ein abwechslungsreiches Programm aus Impulsvorträgen und Ständen in einem Ideen-Parcours ermöglichten einen intensiven Austausch aller Teilnehmenden rund um das Thema Digitalisierung und inklusive berufliche Bildung. 

Das Bananenklavier wurde bspw. von Meike Hein und Melanie Gundlach von der Beratungsstelle für Unterstützte Kommunikation, Stiftung kreuznacher diakonie, eingebracht. Mit geeigneter Technik können sie Alltagsgegenstände, und somit auch Bananen, als Eingabegeräte bspw. für ein elektronische Klavier umrüsten und somit neue Arten der Interaktion mit digitalen Medien ermöglichen. Thomas Meyer und Clarissa Cherdron von der Tagesförderstätte Bad Kreuznach zeigten, wie auch Menschen mit schweren körperlichen Einschränkungen mit Hilfe einer fernsteuerbaren Spielzeugpistenraupe attraktive Christbaumkugeln gestalten können.

Schon viele berufliche Bildungseinrichtungen haben sich auf den Weg gemacht und erkunden bereits die Potenziale digitaler Medien für eine inklusivere berufliche Bildung. Häufig starten engagierte pädagogische Fachkräfte in ihrem jeweiligen Wirkungsbereich kleine Pilotprojekte und prüfen die Einsatzmöglichkeiten digitaler Medien, um dann weitere Mitstreiter/innen in der Organisation zu gewinnen und diese Ideen in die Breite zu tragen (bottom-up Ansatz). Andere Organisationen gehen den Weg, das Thema Digitalisierung bzw. Digitale Medien im Rahmen der strategischen Entwicklung der Gesamtorganisation zu betrachten und entsprechende Maßnahmen und Veränderungsschritte abzuleiten (top-down Ansatz). Der Austausch zu den Vor- und Nachteilen der jeweiligen Ansätze sowie zu Praxiserfahrungen damit standen daher im Mittelpunkt der diesjährigen Tagung, die unter dem Motto „Praxis trifft Strategie“ stand.

In Kürze werden auf dieser Webseite die Beiträge der Vortragenden zur Verfügung gestellt.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.khdi2.org 

Inklusive Bildung mit Tablets, 06.06.2017 Bad Kreuznach

Tablet Computer bieten vielfältige und neue Möglichkeiten bei der Inklusion von Lernenden mit sonderpädagogischem Zusatzbedarf. An diesem Fachtag wurden die zentralen Erkenntnisse eines europäischen Projektes vorgestellt, das diese Potenziale mit einem innovativen, Europa-weiten, modularisierten Weiterbildungsprogramm erfolgreich aktiviert (siehe auch http://www.incluedu.com).

Bildungseinrichtungen erhalten durch dieses Weiterbildungsprogramm die notwendigen Kompetenzen, um mobile Technologien zielgerichtet und effektiv zur Verbesserung ihrer Inklusion derart einzusetzen, dass alle Schülerinnen und Schüler im Klassenraum davon profitieren. 

Der Fachtag gab einen kompakten Überblick über die Potenziale von Tablets, machte die neuen Technologien „begreifbar“ und live erfahrbar, und motivierte die Teilnehmenden dazu, eigene Erfahrungen damit im Unterricht, in Schulungen oder Weiterbildungen zu sammeln. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Harald Weber.

Begrüßung, Einleitung und Überblick über den Tag

Martina Pohl, Gesamtleitung WfbM und Leitung Pädagogik / Rehabilitation, Stiftung kreuznacher diakonie
Harald Weber, Institut für Technologie und Arbeit (ITA), Kaiserslautern
Eva M. Braun, Förderschulrektorin, Stiftung kreuznacher diakonie
Thomas Gemmel, Stiftung kreuznacher diakonie

Mit Tablets alle Lernenden individuell fördern

Tablets haben das Potential, maßgeschneiderte und bedarfsorientierte Bildung für alle Lernenden zu ermöglichen. In dieser einleitenden Einheit werden konkrete Schlüssel-Applikationen und Funktionen von Tablets vorgestellt und praktisch ausprobiert.

Thomas Tröbinger, atempo, Graz
Harald Weber, Institut für Technologie und Arbeit (ITA), Kaiserslautern

Parallel-Workshop 1: Lernvideos ganz einfach selbst erstellen 

In diesem Crashkurs wird vermittelt, wie man ohne Vorkenntnisse schnell (in „Null Komma Nichts“) mit dem Tablet Videos erstellen und bearbeiten kann.

Thomas Tröbinger, atempo, Graz 

Parallel-Workshop 2: E-Books in unter 15 Minuten selbst gestalten

Mit Tablets können Lehrende und Lernende ganz einfach ihre eigenen digitalen Materialien erstellen. Dabei verbinden sie Texte, Bilder, Videos und Ton zu einzigartigen, individuellen E-Books, die sie dann problemlos mit anderen teilen können.

Karl Bäck, atempo, Graz

Apps-Marktplatz für (fast) alle Sinne

Die digitale Welt des 21. Jahrhunderts bietet unendlich viele Möglichkeiten, Lernen spannender und aktiver zu gestalten als dies bisher möglich war. In diesem pädagogischen „Zirkeltraining“ können sich die Teilnehmenden frei von Lernstation zu Lernstation bewegen, um in die bunte Welt der Lerninnovationen rund um Lernspiele, Augmented und Virtual Reality oder Lernapps einzutauchen.

Thomas Tröbinger & Karl Bäck, atempo, Graz

Informationen zu den vorgestellten Applikation:

Kompetente Lehrende als Schlüssel zur inklusiven Bildung mit Tablets

Um mit Tablets zu Lehren und zu Lernen, müssen Bildungseinrichtungen gestärkt und Lehrpersonal qualifiziert werden. Im Rahmen des dreijährigen IncluEdu-Projekts wurde dazu ein modulares Kursprogramm mit Materialien und einer Onlineplattform entwickelt, das Lehrende dazu motiviert und befähigt, Tablets im Unterricht kreativ und zielführend einzusetzen, um inklusive Bildung umzusetzen. 

Thomas Tröbinger & Karl Bäck, atempo, Graz

Überblick über Fortbildungsmöglichkeiten im Rahmen des Erasmus+ Programmes der Europäischen Kommission Thomas Tröbinger, atempo, Graz

IncluEdu – Inclusive Education with Tablets. Ein Projekt der Leitaktion 2 – Strategische Partnerschaften des Erasmus+ Programmes der Europäischen Union. Project no. 2014-1-AT01-KA200-000957. Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung / Webseite / Veranstaltung trägt allein der Verfasser sowie das Projektkonsortium; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.