Jahrestagung 2020 – 29.10.2020

Digitale Wege

Digitalisierung von Produktion und Dienstleistung in der Arbeit von Menschen mit Behinderung
Online-Tagung

 

Diese dritte Jahrestagung der kreuznacher digitaldialoge beschäftigt sich mit der Digitalisierung von Produktion und Dienstleistung in der Arbeit von Menschen mit Behinderung. Nach dem Schwerpunkt der letzten Tagung auf dem Lernen im Rahmen der beruflichen Bildung geht es diesmal also hauptsächlich um die Arbeit, und wie Digitale Medien dabei unterstützen können.

Dazu haben wir eine spannende Mischung aus Beiträgen und Diskussions- und Austauschmöglichkeiten zusammengestellt. Da aus gegebenem Anlass die Tagung online durchgeführt wird, haben wir unser Format angepasst. Am Veranstaltungstag erhalten angemeldete Teilnehmer*innen Zugang zu den jeweiligen Beiträgen in Form kurzer Videos, die die Referent*innen vorbereitet haben. Zwischen den Beiträgen treffen sich alle Teilnehmer*innen in einem Videokonferenzraum für die anschließende Diskussion mit den Referent*innen nach jedem Beitrag. Und für die Ideenbörse nutzen wir ein ganz neues Instrument, das Ihnen ermöglicht, verschiedene Informationsstände virtuell aufzusuchen und dort Gespräche zu führen – alles nur mit Ihrem Web-Browser, Mikrofon und Lautsprecher bzw. Ohrhörer. Damit alles am Veranstaltungstag rund läuft, bieten wir noch einen Test am Vortag der Veranstaltung an.

Interessiert? Dann melden Sie sich bitte zur Veranstaltung an! Den Anmeldelink dazu finden Sie unten.

Übrigens: Die Jahrestagung ist vom Pädagogischen Landesinstitut Rheinland-Pfalz als Lehrerfort- und -weiterbildung unter der Veranstaltungsnummer 20ST007105 anerkannt.

Programm

9:00 – 9:15 Uhr: Begrüßung

9:15 – 10:00 Uhr: Inklusion 5.0: Aktuelle Forschungsergebnisse und zukünftige Technologiepotenziale

Prof. Dr. Erich Behrendt, GBB Gesellschaft für Bildung und Beruf e.V.

Dargestellt werden Ergebnisse und neue Fragestellungen aus dem Einsatz digitaler Assistenzsysteme für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen am Montagearbeitsplatz. Die Nutzung von WiFi 6, 5 G und anderen Netzen für die synchrone dezentrale Kommunikation an Außenarbeitsplätzen sowie autonomer Fahrdienste stehen im Mittelpunkt geplanter Forschungsvorhaben und werden skizziert.

10:00 – 10:45 Uhr: Einsatz eines iPads in der Werkstattabteilung Handbuchbinderei

Florian Baumgartner, Rudolph-Sophien-Stift

Versuchsweiser Einsatz eines iPad bei der Dokumentation von Buchreparaturen in der Abteilung Handbuchbinderei der Werkstätten der Rudolf-Sophien-Stift gGmbH

10:45 — 11:00 Uhr; Pause

11:00 – 11:45 Uhr: Arbeit anpassen – mit Hilfe von RFID Technik

Andreas Lippert, miliga software development

Mit der RFID Technologie in Verbindung mit Sprachausgabe und visuell einfach gehaltenen Touchscreen-Masken können Menschen mit Behinderung in den Produktionsprozess sicher und produktiv integriert werden

11:45 – 12:30 Uhr: Digitale Assistenz – Chance für Teilhabe, Inklusion und Bildung

Anja Grosse-Coosmann, wertkreis Gütersloh gGmbH

In dem Vortrag geht es um verschiedene digitale Assistenzsysteme, und wie diese gerade im Bereich der Menschen mit Behinderung die Chance auf Teilhabe, Bildung und Inklusion im Berufsleben und im Alltag erhöhen.

12:30 – 13:15 Uhr: Mittagspause

13:15 – 14:30 Uhr: Ideenbörse

Auf der Ideenbörse haben Sie die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Teilnehmenden an zahlreichen thematischen Ständen, u.a. zu den Themen: Lernplattform einer WfbM, Tablets im Arbeitsbereich, st@tt | Werkstatt-TV, Rahmenlehrpläne, Werkstattratswahl sowie weiteren Themen

14:30 – 15:15 Uhr: Digitale Organisation für Menschen mit Behinderung in Großküchen und Kantinen

Roberto Wagner, Regnitz-Werkstätten Erlangen

Mit Hilfe digitaler Möglichkeiten ermöglichen wir Menschen mit Behinderung ein verantwortungsvolles und selbstbestimmtes Arbeiten in Großküchen und Kantinen.

15:15 – 16:00 Uhr: miTAS – Einsatz digitaler Medien in der beruflichen Bildung

Delia Ramcke und Lars Winter , Hamburger Arbeitsassistenz

Das Projekt miTAS hat zum Ziel, die Beschäftigungssituation von Menschen mit Behinderung auf dem ersten Arbeitsmarkt nachhaltig zu verbessern. Der Einsatz eines mobilen Systems zum digital gestützten, multimedialen Lernen und Trainieren von praktischen Handlungsabläufen in beruflichen Ausbildungs- und Arbeitsprozessen soll dazu beitragen. miTAS ist eine Abkürzung und steht für „multimediales individuelles Trainings- und Arbeitsassistenz-System“. miTAS ist eine App für Smartphones und Tablets. Zielgruppe sind Jugendliche und Erwachsene mit Lernschwierigkeiten und Behinderung.

16:00 – 16:30 Uhr: Wrap-Up